Ein Schwank aus dem Programmier-Alltag.

Der wöchentliche Bestelllisten-Versand ist ein kritischer Task, das heißt: er muss funktionieren. Die Hersteller rechnen fix damit, dass sie die Bestelllisten am Mittwoch früh in ihrem Posteingang finden. Dementsprechend viel Zeit floss bzw. fließt in die Umsetzung, ich als Support für viele Initiativen, die bei mir hosten, möchte ja am Mittwoch früh bitte meine Ruhe haben 😉

99,25% – 99,50% sind eben zu wenig…

Ich betreue und hoste momentan 25 Initiativen mit jeweils im Durchschnitt 15 Herstellern, das macht knapp 400 Listen, die jede Woche versendet werden. Soweit, so gut. Aber ab und zu (bei 2 bis 3 Herstellern) klappte das Versenden nicht, weil ein Fehler auftritt, der auch nach oftmaligem Debuggen einfach nicht einzugrenzen und zu finden war. Noch seltener (ist aber auch ein paar Mal vorgekommen) ist dann das ganze Skript abgebrochen und die Listen an die Hersteller, die noch keine Mail erhalten haben, wurden gar nicht versendet. Ziemlich nervig für alle beteiligten. 📞📞📞

Die Lösung

Ich habe mich also vor ca. einem Monat dazu entschieden, das ganze Versende-System (das technisch auch für den Rechnungsversand verantwortlich ist) komplett neu zu programmieren. Mittels einer Queue ist nun die Generierung der PDFs und das Versenden der Mails technisch getrennt. Außerdem werden jetzt die Mails einzeln versendet und bei einem Fehler automatisch bis zu 2x wiederholt. Das reicht, um ein Nicht-Versenden wegen kurzer Ausfälle des Mailservers zu vermeiden. Sollte die Liste dann immer noch nicht versendet worden sein (wenn z.B. die Mailbox des Herstellers voll ist), bleibt das Symbol in den Aktivitäten auf rot (siehe Kreis im Screenshot).

Und siehe da: Alles funktioniert jetzt einwandfrei 🤗

PS: Alle Initiativen, die ich betreue, verwenden die neue Funktion bereits. Alle anderen klonen entweder sofort direkt von Github (develop-Branch) und installieren sich die Vendors selbst oder warten auf die Version 3.2, die im Frühjahr 2021 erscheinen wird.

Das mit dem Pfand ist ja so ein Thema… Natürlich ist es umwelttechnisch total sinnvoll, Mehrweggebinde inkl. Pfandsystem zu verwenden, nur in der Praxis bedeutet das oftmals einiges an Mehraufwand. So müssen in der Software FoodCoopShop sowohl die Pfand-Rückgaben der Mitglieder (da Mitglied bringt das leere Joghurt-Glas ins Lager) als auch die Pfand-Rücknahmen der Hersteller (der Hersteller nimmt alle leeren Joghurt-Gläser der letzten Woche wieder mit in seinen Betrieb) eingetragen werden. Das funktioniert natürlich nie 100%ig.

Es gibt nun aber eine große Hilfe: Im Admin-Bereich unter “Finanzberichte / Pfand-Übersicht” gibt es eine neue, übersichtliche Tabelle, die alle Pfand-relevanten Daten über die einzelnen Jahre gesondert ausweist. Außerdem ist dort eine Grafik vorhanden, die alle manuell eingetragenen Daten (Pfand-Rücknahmen, Pfand-Rückgaben und Ausgleichszahlungen) als Liniendiagramm darstellt. So können Fehleingaben leichter gefunden und anschließend korrigiert werden.

In diesem Beispiel hat die Initiative offene Pfand-Forderungen der Hersteller von 1.654,94 €. Die Summe der Guthaben aller Mitglieder verfügt über einen Anteil, der für Pfand-Ausgleichszahlungen vorgesehen ist, von 1.085,86 €. Das heißt es wurde 598,08 € fehlerhaft eingetragen (entweder zuviele Pfand-Rückgaben oder zuwenige Pfand-Rücknahmen).

Viele weitere Infos zur Pfand-Verwaltung findet ihr in der Online-Doku:
https://foodcoopshop.github.io/de/pfand.html

PS: Alle Initiativen, die ich betreue, können die Funktion ab sofort verwenden. Alle anderen klonen entweder sofort direkt von Github (develop-Branch) und installieren sich die Vendors selbst oder warten auf die Version 3.2, die im Frühjahr 2021 erscheinen wird.

Für Initiativen, die den Selbstbedienungs-Modus bereits verwenden, gibt es eine tolle Verbesserung.

Beim Einkaufen mit dem Handy kann man nun direkt mit der Smartphone-Kamera (und zwar ganz ohne App) die Barcodes scannen. Dazu muss im Profil das Häkchen bei “Ich möchte die Kamera meines Smartphones zum Scannen der Barcodes benutzen.” angehakt werden und beim Scannen dann der Kamera-Zugriff freigegeben werden.

Diese Funktion wurde – wie übrigens der gesamte Selbstbedienungs-Modus – von einem privaten Unterstützer finanziert.

 

Technisch habe ich für das Scannen Quagga (Javascript-Library) verwendet (https://github.com/ericblade/quagga2) verwendet.

PS: Alle Initiativen, die ich betreue, können die Funktion ab sofort verwenden. Alle anderen klonen entweder sofort direkt von Github (develop-Branch) und installieren sich die Vendors selbst oder warten auf die Version 3.2, die im Frühjahr 2021 erscheinen wird.

Der Bauernladen Eibiswald hat am Freitag, 09.10.2020 seinen ersten Abholtag. Sie ist die erste Initiative in der Steiermark, die ich mit meiner Software unterstützen darf.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

Das Aistkistl aus Wartberg ob der Aist im Mühlviertel ist bereits seit Juni 2020 aktiv. Ich wünsche euch weiterhin gutes Gelingen und viel Freude beim Umsetzen eurer Idee!

Liebe FoodCoops!

Das Vernetzungstreffen in Salzburg ist verschoben, dafür machen wir in Vöcklabruck einen neuen Anlauf (beim zuletzt abgesagten Termin am 14. März war ja eher der run auf die Geschäfte angesagt….):

Wir laden euch am Montag, 28. September ab 16 Uhr zu einem unkomplizierten Treffen zum Austausch (Themen gibt’s sicher genug!) und im Anschluss daran zu einer hochinteressanten Abendveranstaltung ab 19 Uhr „Genossenschaften neu gedacht“ mit Bernd Fischer vom Genossenschafts-Geschäft „Um’s Egg“ als Gast.

Bitte meldet euch für beides extra an (man kann auch nur zu einer der Veranstaltungen kommen) und gebt die Zahl an teilnehmenden Personen bekannt:

  • Für’s  Foodcoop-Treffen bitte unter dieser E-mail-Adresse:
  • Für die Abendveranstaltung hier

Dies gehört auch schon zu den zahlreichen Covid19-Maßnahmen, die beachtet werden. Das OKH als Veranstaltungsort hat mit viel Bedacht einen sehr guten Leitfaden erstellt, wie auch in Coronazeiten Veranstaltungen gut über die Bühne gebracht werden können. Solchermaßen gut vorbereitet freuen wir uns wirklich, dass es uns möglich ist, endlich wieder zu Austausch und geistiger Anregung einzuladen und hoffen auf eure zahlreiche Teilnahme!

Bitte nur ohne Krankheitssymptome, ausgestattet mit eigener Verpflegung und mit Mund-Nasen-Schutzmaske (die im Raum beim Aufsuchen der Plätze getragen wird – jedoch am Platz abgenommen werden kann) anreisen!

Veranstaltungsort: Hatschekstraße 24, Vöcklabruck 

Foodcoop-Treffen bei Schönwetter auf der Terrasse des OKH, „Genossenschaften neu gedacht“ im großen Saal.

Wenn die Corona-Ampel für den Bezirk Vöcklabruck rot ist, findet das Foodcoop-Treffen nicht bzw. die Genossenschaftsveranstaltung online statt.

Wir freuen uns auf euch!

Liebe Grüße von der FoodCoop Vöcklabruck!

Ich habe FoodCoopShop v3.1 soeben veröffentlicht! Viel Freude mit den neuen Funktionen. Da – wie bei allen Updates – auch diesmal einige Sicherheitsupdates mit dabei sind, empfehle ich allen Foodcoops, die die Software selbst hosten, das Update bald einzuspielen.

Eine Auflistung der Änderungen und neuen Funktionen findet Ihr im Changelog.

Alle von mir betreuten Foodcoops haben die einzelnen Features bereits nach und nach eingespielt bekommen.

Zum Download geht’s hier: https://www.foodcoopshop.com/download/

Und wieder eine neue Foodcoop aus Deutschland, die mit dem FoodCoopShop arbeitet (und die Software selbst hostet):

Die Speisekammer in Fischbach / Thüringen.

Wir wünschen gutes Gelingen!

Hier eine kurze Vorstellung (der Text stammt von der Foodcoop selbst):

Vor etwa einem halben Jahr hat sich unsere Einkaufsgemeinschaft das erste Mal getroffen. Regionale Lebensmittel sollten im Mittelpunkt stehen. Uns war aufgefallen, dass ein Wocheneinkauf in einer Tagestour endete, wenn man nur auf regionale Hersteller zurückgreifen wollte. Also musste eine Bündelung her.

Außerdem gibt es im kleinen Ort Fischbach, mit rund 350 Einwohner*innen, keine  einzige Einkaufsmöglichkeit. Auch in den Nachbarorten Bad Tabarz Waltershausen oder Gotha findet sich kein Bioladen. Ca. 20 Personen sind wir nun über Mundpropaganda geworden. Eine Lokalität wird bald als Lager ausgebaut – derzeit haben wir einen Abholtermin pro Woche für Frischware.

Bisher haben wir 5 Hersteller im Boot und weitere sollen noch folgen. Unsere wichtigsten Kriterien auf der Suche nach Erzeuger*innen entwickeln wir gerade noch. Wichtig sind uns regionale Erzeuger*innen, von denen wir möglichst ohne viele Zwischenhändler die Lebensmittel direkt beziehen können – denn dadurch kennen wir sie und sie uns, es gibt ein Vertrauensverhältnis und Transparenz. Wenn wir wissen, dass es den Pflanzen, den Tieren und dem Boden gut geht, kein Gift in die Landschaft gespritzt wird und auch Futtermittel nicht von Übersee kommen, brauchen wir auch kein Bio-Zertifikat; aber agrar-ökologische und klimaschonende Landwirtschaft sowie gute Arbeitsverhältnisse sind oberste Priorität. Auch unnötige Plastikverpackungen wollen wir sparen. Ach  ja: Kurze Wege finden wir richtig gut. Es macht wenig Sinn, wenn jede*r einzeln mit dem Auto zum Biohof fährt. Durch die Bündelung mit der Foodcoop und den Versuch, Rad zu fahren oder Car-Sharing zu machen, können wir unnötige Wege vermeiden.

Der Wegfall von Zwischen- und Einzelhandelkosten erlaubt es uns, die guten Lebensmittel leisten und trotzdem faire Preise zahlen und lokale Wirtschaftskreisläufe unterstützen. Denn gutes gesundes Essen soll kein Ding für die Elite sein! Im Gegenzug bedeutet das aber auch, dass alle Mitglieder ein wenig Zeit in die FoodCoop stecken müssen, damit sie funktioniert: Die Bestellungen, Kontaktpflege mit Erzeuger*innen, Ladendienst und -putz etc. werden von uns allen erledigt. In (un)regelmäßigen Treffen entscheiden wir im Konsens über neue Erzeuger*innen und andere Dinge.

Die Entscheidung zur Nutzung der FoodCoopShop-Website als Bestellsoftware hat dabei sehr viel Schwung in unser Vorhaben gebracht. Unsere Mitglieder beschreiben sie als selbsterklärend und sie schafft eine gute Kommunikation unter den Mitgliedern, da alles transparent abgebildet werden kann.

Um den Kontakt zwischen Konsumenten und Produzenten zu verbessern, gibt es ab sofort eine neue Feedback-Funktion.

1) Feedback lesen: Zum Produkt wurde bereits Feedback verfasst. Bewegt man die Maus über das Icon (oder klickt darauf, wenn man ein Smartphone verwendet), kann das Feedback gelesen werden.

2) Feedback schreiben: Nach Klick auf das Symbol öffnet sich ein Fenster, in dem das Feedback eingegeben werden kann. Es kann auch ein Bild hochgeladen werden (3). Nach dem Speichern erhält der Hersteller automatisch eine E-Mail mit dem Feedback.

Die Feedback-Funktion kann in den Einstellungen (Admin-Bereich / Einstellungen) deaktiviert werden.

 

PS: Alle Foodcoops, die ich betreue, können die Funktion ab sofort verwenden. Alle anderen klonen entweder sofort direkt von Github (develop-Branch) und installieren sich die Vendors selbst oder warten auf die Version 3.1, die im Herbst 2020 erscheinen wird.

Wann habt ihr zuletzt an einem Tag mit Leuten aus Nepal 🇳🇵 und Barbados 🇧🇧 (Inselstaat in der Karibik) kommuniziert bzw. zusammengearbeitet?

savongroceries.com aus St. Philipp / Barbados startet nach 2018 coronabedingt einen neuen Versuch, eine Foodcoop zu etablieren. Und das nepalesische Unternehmen JankariTech hilft über Github mit, die Unit Tests vom FoodCoopShop an die aktuelle Version von CakePHP anzupassen.

Heute Nacht träume ich dann vom weißen Sand, dem türkisen Meer und den 8.000ern 🙂

Einige Foodcoops außerhalb Österreichs hatten bereits mit dem FoodCoopShop experimentiert (u.a. aus Ghana, Polen, Barbados und auch Deutschland), sie dann im Echt-Betrieb aber doch nicht genutzt. Nun ist es soweit: Die Unverpackt Foodcoop aus Karlsruhe ist die erste Foodcoop außerhalb Österreichs, die mit dem FoodCoopShop arbeitet!

Sie hosten die Software selbst, arbeiten mit dem Selbstbedienungs-Modus und setzen ihren Fokus- wie der Name schon sagt – auf die Vermeidung von Verpackung. Hier der Link zum Shop.

Kurzvorstellung des Projektes

„Die Unverpackt-Foodcoop Karlsruhe ist ein Zusammenschluss ökologisch interessierter Bürger*innen aus der Karlsruher Oststadt. Das Ziel ist es, gemeinsam Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter zu erwerben bzw. eine gemeinsame Infrastruktur zu betreiben, über die man Produkte bestellen und verteilen kann. Damit wird eine Alternative zum Einkauf in herkömmlichen Supermärkten geboten, in denen häufig überflüssiger Verpackungsmüll anfällt oder nicht nachvollzogen werden kann, woher die Produkte stammen. Die Unverpackt-Foodcoop Karlsruhe bestellt größere Gebinde direkt bei Produzent*innen aus der Region und kann damit die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln und anderen Produkten unterstützen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Produkte in Bioqualität (mindestens nach EG-Öko-Verordnung) und fair-trade sind.“

Ich wünsche euch gutes Gelingen!

 

Gemeinsam geht vieles leichter.

Ich kann leider viele gute Ideen nicht umsetzen, da die dafür notwendige Finanzierung von einem Verein alleine oft nicht getragen werden kann. Doch die Kosten könnten auch aufgeteilt werden.

Falls ihr eine neue Funktion finanziell unterstützen möchtet, tragt bitte den Namen eurer Foodcoop und den Betrag, den ihr beisteuern möchtet, in dieser Liste ein.

https://www.foodcoopshop.com/crowdfunding-weiterentwicklung

Und wie immer gilt: Neue Funktionen müssen nur 1x finanziert werden und werden zu 100% wieder Teil des Open-Source-Projektes. Das bedeutet, dass sie dann von allen anderen Initiativen ab dem nächsten Release kostenlos verwendet werden können.

 

Für Foodcoops, die ihre Mitglieder gerne entlasten möchten gibt es nun eine neue Funktion: den automatischen Kontoabgleich für das Guthaben-System.

Ablauf

  • Das Mitglied gibt beim Überweisen des Guthabens auf das Bankkonto im Feld „Verwendungszweck“ den neuen persönlichen Überweisungscode an.
  • Das Mitglied muss den Betrag nicht mehr selbst in die Software eintragen!
  • Ein Superadmin exportiert regelmäßig alle Transaktionen aus dem Online-Banking und importiert diese Liste in den FoodCoopShop.
  • Alle Zahlungseingänge werden so automatisch den Mitgliedern zugeordnet – das manuelle Überprüfen der Guthaben-Aufladungen mit den Kontoeingängen ist nicht mehr notwendig.

Eine genaue Beschreibung mit mehr Screenshots findet ihr hier:
https://foodcoopshop.github.io/de/guthaben-system-mit-automatischem-kontoabgleich

PS: Alle Foodcoops, die ich betreue, können die Funktion ab sofort verwenden. Alle anderen klonen entweder sofort direkt von Github (develop-Branch) und installieren sich die Vendors selbst oder warten auf die Version 3.1, die im Herbst 2020 erscheinen wird.

Seit Beginn der Corona-Krise erkennen immer mehr Menschen die Bedeutung einer gut funktionierenden regionalen Lebensmittel-Versorgung. Viele Foodcoops verzeichnen seitdem einen großen Zulauf, teilweise wird doppelt so viel bestellt wie vorher. Das ist großartig, denn so werden die lokalen Produzenten direkt unterstützt.

Hier ein paar ausgewählte Presse-Berichte der letzten Wochen:

Alle erwähnten Initiativen arbeiten mit der Software FoodCoopShop. Diese läuft auch in der Krise stabil und verlässlich.