Sodala, die Güterwege sind jetzt auch umgestellt! Somit laufen ab heute alle von mir gehosteten Foodcoops auf der Version 0.9

Bis zur Veröffentlichung als Open-Source müssen noch die Varianten, Kategorien, Steuerverwaltung und der Home-Slider in den FoodCoopShop umgezogen werden. Ich bin zuversichtlich das bis Mitte Oktober – und das ist ja bald 🙂 –  zu schaffen.

Meilenstein 1 – erreicht am 29.02.2016

Projektplan abgenommen / Projektwebseite erstellt

Die Erstellung und Abnahme des Projektplans waren von keinerlei Besonderheiten gezeichnet. Eine Projektwebseite existierte bereits, ich musste sie allerdings für die von der Netidee geforderten Berichte um eine Blog-Funktion erweitern. Die Url zum Blog lautet: www.foodcoopshop.com/aktuelles

Analyse Software-Komponenten / Entscheidung Open-Source-Lizenz

Bei der Analyse der Software-Komponenten sowie dem Finden einer geeigneten Open-Source-Lizenz arbeitete ich mit dem auf IT-Recht spezialisierten Rechtsanwalt Markus Dörfler zusammen. Ich habe ihm eine Liste von allen Modulen zukommen lassen, die vom FoodCoopShop verwendet werden. Auf Basis dieser Liste hat Herr Dörfler überprüft, ob sich die Module rechtlich mit der von ihm empfohlenen MIT-Lizenz eignen.

Markus Dörfler: „Ich empfehle, keinerlei Module für den FoodCoopShop zu nutzen, welche unter der GPL lizenziert sind, da die Gefahr besteht, dass der gesamte FoodCoopShop unter der GPL zu lizenzieren ist. Aufgrund des starken CopyLeft bestehen zahlreiche Unvereinbarkeiten mit anderen Lizenzen (…). Module, welche unter der GPL lizensiert werden, dürfen daher nicht mit anderen Modulen gemeinsam verwendet werden, wenn eine Unvereinbarkeit besteht.“

Ich persönlich finde die MIT-Lizenz auch die passendste Open-Source-Lizenz für das Projekt „FoodCoopShop“, Sie ist kurz, einfach und leicht zu verstehen und es stört mich nicht, wenn der Code auch für proprietäre Software benutzt wird. Das Projekt soll die größtmögliche Zahl von Nutzern ansprechen, damit das Gründen und Betreiben von Foodcoops weltweit vereinfacht und unterstützt wird.

Die Einbindung aller Software-Komponenten erfolgt standardisiert über Paketmanager. Somit ist auch die Verwendung von LGPL-lizenzierten Modulen rechtlich einwandfrei, da das Modul dynamisch eingebunden wird („dynamic linking“). Für serverseitige Komponenten verwende ich den PHP-Dependency-Manager „Composer“ (https://getcomposer.org/), für Javascript und CSS „Node’s Packet Manager“ (https://www.npmjs.com/).

 

Meilenstein 2 – erreicht am 29.06.2016

Frontend-Umstellung auf CakePHP

Das Ziel der Arbeitspakte AP03 und AP04 war das Entkoppeln des gesamten Frontends von Prestashop zu CakePHP. die einzelnen Module davon bestanden in Warenkorb- und Bestell-Funktion, Darstellung von Produkten und Herstellern, Blog-Artikel, CMS-Seiten, Menüstruktur und Registrierung.

Da die Software zum Zeitpunkt der Umstellung bei acht verschiedenen Foodcoops im Echtbetrieb (gesamt ca. 350 Mitglieder, die regelmäßig über die Software bestellen) lief, musste bei der Programmierung des neuen Frontends besonderes Augenmerk auf ein möglichst gleichbleibendes Look&Feel gelegt werden. Das heißt, das neue Frontend sieht im wesentlichen genau so aus, wie das alte, „lediglich“ die zugrundeliegende Architektur ausgetauscht.

Im Zuge dessen habe ich auch gleich eine responsive Version des Frontends umgesetzt (die Zeit dafür allerdings nicht in die Zeiterfassung für das Netidee-Projekt miteinbezogen). Details zur Smartphone-Optimierung finden Sie unter folgendem Link: http://bit.ly/2azXWuo

Die geplante Zeit des AP03 (Produkt-Ansicht und Bestell-Funktion) wurde um 64% (131 statt der geplanten 80 Stunden) überschritten, allerdings konnte diese Zeit in den anderen Arbeitspaketen (auch jene vom Meilenstein 1) schneller als geplant umgesetzt werden, sodass die Differenz zwischen Soll und Ist mit Erstellen dieses Zwischenberichts sehr gering ist.

Die Ursache der Abweichung liegt in der in der Planung zu wenig berücksichtigten Tatsache, dass die Warenkorb- und Bestellfunktion doch komplexer war als vermutet. Die Integration der Berechnung von Pfand, Umsatzsteuer, Verminderung des Lagerstands, Berücksichtigung der Produkt-Varianten (z.B. Eier in 6er und 10er Karton) und die dazugehörigen Unit-Tests waren umfangreicher als geplant. Weiters war auch die Notwendigkeit einer optisch ähnlichen Nutzerführung (Look&Feel) etwas zeitintensiver als geplant.

Das Betatesting lief von 08.06.2016 bis Ende Juni, es stellten sich einige Nutzer vom Fairteiler Scharnstein freiwillig zur Verfügung. Am 02. Juli 2016 wurde die erste Foodcoop (www.fairteiler-scharnstein.at) auf das neue Frontend umgestellt, es folgten am 25. Juli 2016 zwei weitere Foodcoops (www.atterguat.at, www.dienahfairsorger.at). Das neue System läuft – auch dank Unit-Tests – sehr stabil und bislang fehlerfrei.

 

Nächste Schritte

Für die restlichen fünf Foodcoops, die ich momentan warte und betreue, folgt die Umstellung noch im August 2016.

Die letzte Phase des Projekts „FoodCoopShop goes Open Source“ beinhaltet die Migration aller für Foodcoops benötigten Backend-Funktionen (u. a. Hersteller, Blog, Kategorien, Produkt-Varianten) hin zu CakePHP.

Weiters müssen Dokumentationen für Nutzer und Programmierer erstellt und diverse Änderungen am Source Code vorgenommen werden, um das Projekt dann letztendlich für jedermann frei verfügbar auf Github zu stellen.

Der Zeitpunkt für die Umstellung auf Open Source lautet weiterhin:
Oktober 2016

Seit dem 2. Juli läuft FoodCoopShop v1.0 beim Fairteiler sehr stabil. Am 22. Juli habe ich nun www.atterguat.at und am 25. Juli www.dienahfairsorger.at auf die neue Version umgestellt.

Ich denke, dass alle anderen Foodcoops noch im August umgestellt werden können.

Einen schönen Tag,
Mario

Ein Nachteil des Konzepts „Bestell-Foodcoop“ ist meines Erachtens der zusätzliche Planungsaufwand im Vergleich zum Einkauf in einem Geschäft, wo (fast) immer (fast) alles verfügbar ist.

Man muss bereits am Dienstag Abend wissen, was man am Freitag benötigt und muss diese Bestellung dann auch noch in den Computer eintippen. Ein einfacher zu bedienender Bestellvorgang ist daher ein wesentliches Kriterium für das Funktionieren einer softwareunterstützten Foodcoop.

Genau dieser Stelle lohnt es sich daher zu optimieren: diese Hürde muss so klein wie möglich sein, im Idealfall soll sie sogar Spaß machen! Oft habe ich in meinem Freundeskreis folgende Sätze gehört: „Ich muss heute Abend noch beim Fairteiler bestellen!“ – Und dann wurde doch wieder vergessen, da man ja extra den Rechner einschalten musste und das Bestellen am Handy zwar möglich war, jedoch mühsam.

Diese Situation sollte sich jetzt ändern: FoodCoopShop verfügt jetzt über eine von Grund auf neu programmierte mobile Darstellung.

Hier ein Screenshot von der Produkt-Listen-Ansicht. Ich wünsche Frohes Bestellen!

mobile-product-list-screenshot-with-galaxy-s4-frame

PS: Momentan ist der Fairteiler die erste Foodcoop, auf der das Feature aktiviert ist. Die von mir gehosteten Foodcoops werden im Laufe des Sommers umgestellt. Ich bitte also noch um ein wenig Geduld.

Ich habe gestern eine Anfrage einer Selbstversorgergruppe (SVG) aus Deutschland bekommen. Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Software ohne Weiteres auch als Software für Selbstversorgergruppen verwendet werden kann. Der gesamte Funktionsumfang wird dafür zwar nicht notwendig sein, jedoch können wesentliche Teile der Software (z.B. Warenkorb, Verwaltung von Mitgliedern und Produkten, Guthaben-System…) gut verwendet werden.

In diesem Sinne freue ich mich, dass FoodCoopShop neben der Verwendung für Foodcoops auch noch weitere Einsatzmöglichkeiten hat. Wer weiß, was da noch kommt?

Auch für als Software für Solawi-Projekte (Solidarische Landwirtschaft) könnte FoodCoopShop sinnvoll sein.

Und nicht vergessen: FoodCoopShop ist ab Herbst 2016 Open Source!

Die erste Beta-Version von FoodCoopShop, v0.8-beta, ist online!

http://demo.foodcoopshop.com

Die Registrierung und die Warenkorb- und Bestellfunktion funktionieren bereits und werden in den nächsten Wochen einem gründlichen Testlauf unterzogen.

Neben der Hauptaufgabe, der Loslösung von Prestashop, habe ich zahlreiche neue Features implementiert, eine genaue Auflistung findet Ihr hier:

https://www.foodcoopshop.com/foodcoopshop-v1-0

Geplante Umstellung für den Fairteiler Scharnstein als erste Foodcoop mit dem neuen Frontend istJuli 2016, die anderen Foodcoops folgen nach und nach.

UPDATE 29.06.2016
DIE VERANSTALTUNG IST LEIDER ABGESAGT.

Von Donnerstag, 14. Juli bis Sonntag, 17. Juli 2016 findet im Landhotel Yspertal die

Werkstatt für Bioläden, fairen Handel, FoodCoops und QuereinsteigerInnen

statt.

Ich wurde eingeladen, am Samstag, 16. Juli um 16:00 Uhr das Projekt „FoodCoopShop“ vorzustellen und werde auch beim Workshop „Wie gründe ich eine Foodcoop“ mit Martin Engelmeier mitwirken.

Neben Firmen, Vereinen bzw. Initiativen, die sich weiterbilden wollen, können an der Werkstatt auch Einzelpersonen teilnehmen, die sich z.B. mit der Idee tragen, eine FoodCoop zu organisieren.

Es ist möglich, einzelne Tage zu buchen, die Kosten:
1 Tag 150,- / 2 Tage 240,- / 3 Tage 320,- / 4 Tage 400,- jeweils inkl. Verpflegung (Mittag/Abendessen)
plus natürlich Übernachtung mit Frühstück: 30,- im DZ, 36,- im EZ

Das gesamte Programm ist hier zu finden:
http://www.landhotelyspertal.at/bio-fairer-handel

Der Fortschritt des Projektes „FoodCoopShop goes Open Source“ kann auf der Demo-Seite unter folgendem Link verfolgt werden.

http://demo.foodcoopshop.com

Login-Daten zum genaueren Testen des Admin-Bereichs sind auf der Demo-Seite zu finden.

Alle rechtlichen Fragen zum Thema „FoodCoopShop goes Open Source“ sind jetzt abgeschlossen und auch die Lizenzfrage hat ein Ende. Die FoodCoopShop-Lizenz wird MIT lauten. Genaueres dazu in den FAQ.

Die Einbindung der LGPL-lizenzierten Komponenten ist auch geklärt, sie werden mit dem „PHP Dependency Manager“ Composer eingebunden.

Herzlichen Dank an Mag. Markus Dörfler (it-rechtsanwalt.at), der mich ausgezeichnet beraten hat.

Gemeinsam mit Andreas Pölzleitner von der Foodcoop Gutes von Dahoam aus Rüstorf bei Schwanenstadt werde ich am

23. Februar in Salzburg

einen 30-minütigen Beitrag zum Thema Foodcoops gestalten. Herzlichen Dank für die Einladung!

tagung-nahversorgung

http://cci-congresse.at/tagungen/tagung%20nahversorgung.html

Jetzt ist es offiziell: Das Projekt FoodCoopShop wird im Jahr 2016 Open Source! Eine Förderung der Netidee unterstützt mich beim Umbau der Software, sodass sich der Foodcoop-Gedanke in Zukunft noch einfacher verbreiten kann. Jedem Ort seine Foodcoop sozusagen… Herzlichen Dank an die Netidee für die Förderung!

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema „Open Source“ findet ihr auf der FAQ-Seite.

 



Hier noch ein Liste aller geförderten Projekte:
https://www.netidee.at/die-netidee-2015/gefoerderte-projekte-2015

Bei der öffentlichen Bekanntgabe der diesjährigen NetIdee-Fördernehmer im Museumsquartier (fand am 11. November 2015 statt) wurde das Projekt „FoodCoopShop“ mit dem Sonderpreis in der Kategorie „Internet und Umwelt“ ausgezeichnet. Der Preis wurde von der österreichischen Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb überreicht.

Herzlichen Dank für diese tolle Auszeichnung!

(c) www.annarauchenberger.com / Anna Rauchenberger – Wien, Austria, 11.11.2015 – nic.at: netidee best of im MQ

(c) www.annarauchenberger.com / Anna Rauchenberger – Wien, Austria, 11.11.2015 – nic.at: netidee best of im MQ

Hier noch ein kurzes Video aller nominierten Projekte:

Im Zuge des Ars-Electronica-Festivals habe ich gemeinsam mit Elisabeth Steinhäusler vom Fairteiler Scharnstein beim „Bauernmarkt der Zukunft“ in der PostCity in Linz die Software „FoodCoopShop“ und auch unsere Foodcoop präsentiert.

Die Veranstaltung war sehr interessant, wir führten viele inspirierende Gespräche mit Gleichgesinnten.

Foto © by Tom Mesic

http://www.aec.at/postcity/bauernmarkt/

Fotos gibt’s hier: http://www.aec.at/aeblog/2015/09/06/day3postcity/

Anschließend fand der Lebensmittel-Initiativen-Stammtisch statt.

Aigen-Schlägl / Mühlviertel

Unter dem Überbegriff „angewandte Klimaschonung“ findet eine Messe zum Thema Foodcoops statt. Ich werde dort den FoodCoopShop präsentieren, erklären und Fragen beantworten.Achtung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, sondern nur für Klima- und Energiemodell-RegionsmanagerInnen.

Mehr unter: www.klimaundenergiemodellregionen.at

Radiosendung auf OKiTalk.com zum Thema „Foodcoops – selbstorganisierte Lebensmitteleinkaufsgemeinschaften statt Supermarkt! Regionale Alternativen stärken durch Direktverbindung zwischen Produzenten und Konsumenten“

Vom Fairteiler Scharnstein waren Karin, Tom und ich bei der Sendung dabei. Vielen Dank an das OKiTalk-Team!

Hier der Link zum Nachhören